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Die DRK-Bergwachten sind einsatzbereit – in den vergangenen Wochen gab es für sie schon einige Einsätze

Ein Winter mit Schnee. Dazu Sonnenschein. Das lockt in der Pandemie die Menschen ins Freie. Mittlerweile zeigen sich viele einsichtig und halten sich an vorgegebene Kontaktbeschränkungen. Es gab aber auch Wochenenden, an denen zu viele Personen unterwegs waren.

Wie verhielt es sich bisher mit den Unfällen? Unsere Bergwachten meldeten in den vergangenen Wochen insgesamt neun Einsätze. Das ist nicht unbedingt alljährlich so. Es waren eben viele unterwegs, um sich in der freien Natur von den Zwängen durch Corona zu erholen oder mit den Kindern den Schnee zu genießen. Gleich zum Jahresanfang ist die Bergwacht Brotterode zweimal wegen vermissten Personen alarmiert worden. Einmal waren es 2 Familien, also 7 Personen plus Hund, und ein anderes Mal eine Mutter mit Tochter. Alle wurden wohlbehalten aufgefunden. Weiter habe sie im Januar zwei verunglückten Personen geholfen mit Sprunggelenk- bzw. Oberschenkelhalsbruch. Die DRK-Bergwacht in Floh wurde bislang zu drei Einsätzen gerufen. „Das ist nichts Außergewöhnliches in dieser Jahreszeit“, sagt Bereitschaftsleiter Matthias Danz.Entsprechend der Möglichkeiten habe man geholfen. In einem Fall arbeitete man mit der DRK-Bergwacht Brotterode zusammen. Auch die Bergwacht Oberschönau wurde im Januar bereits zu zwei Einsätzen alarmiert, um Verletzte zu bergen. Eine Person an der Schanze im Kanzlersgrund und eine weitere am Knüllfeld. Besonders schwierig sei es derzeit auch, weil coronabedingt keine Sanitätsdienste in den Bergwachthütten durchgeführt werden dürfen, um Kontakte weitestgehend zu vermeiden. Bei Notrufen aus den Bergen müssen die Bergwachten dann in ihren Stützpunkten in den 5 Orten Brotterode, Floh, Hohleborn, Oberschönau oder Rotterode starten. So verlängert sich die Anfahrtszeit zu den hilfebedürftigen Personen extrem. Momentan ruht die Ausbildung ebenso wie das sonst übliche Vereinsleben. Übungen werden auf die Zeit nach Corona vertagt. Natürlich schauen die Bergretter ab und zu in den aus Pandemiegründen geschlossenen DRK- Bergwachthütten nach dem Rechten, damit nichts einfriert oder womöglich eingebrochen wird. Sollte es Vorkommnisse geben, sind die Kameraden der Bergwachten bereit. Die Telefone sind geschaltet. Motorschlitten, ATV und stehen für mögliche Einsätze bereit. Wir hoffen, die Bergwachthütten spätestens Ostern wieder öffnen zu dürfen. Momentan ist alles sehr schwierig. Wir appellieren bei diesem vielen Schnee im Wald, auf den Pisten und Loipen an die Disziplin der Ski- und Wanderfreunde, damit Unfälle möglichst nicht oder nur gering ausfallen. Aber für den Fall der Fälle stehen unsere Bergwachten allzeit bereit.

12. Februar 2021 14:09 Uhr. Alter: 11 Tage