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Wenn Verbandsmaterial im Bällchenbad versteckt ist...

JRK Camp 2019

Foto: (DRK) Sebastian Schneider

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Einen Turm aus Wäscheklammern bauen? Was hat das mit Rotkreuzarbeit zu tun? „Man muss ruhig an die Sache heran gehen“, erklärte DRK-Mitarbeiterin Karin Endter und meinte das im doppelten Sinn. Bevor es ans Stapeln der Klammern ging, wurde sich ausgepowert. Ein Zweierteam musste Hocksprünge über eine Bank ausführen. Dabei ging der Puls freilich hoch. Das sich daran anschließende Turmbauen war schwieriger. Norik und Robert von der Grundschule in Floh aber zeigten es allen. Im zweiten Versuch verbauten sie 54 Klammern, bis der Turm zusammenfiel. Die Freude war groß, die Punktezahl ebenso. Wie immer kam es beim Wettbewerb, der im Rahmen des Jugendrotkreuzzeltlagers in Nüßles stattfand, auf Geschick, Wissen und Schnelligkeit an. Ebenso wenig fehlte der Spaß. Den hatten die 79 teilnehmenden Kinder insbesondere im Bällchenbad. „Das war wirklich sehr cool“, sagte Kimberly von der Grundschule in Floh und alle aus ihrem Team nickten. Wer genauer hinsah, wusste sofort, warum das Bällchenbad auf der Beliebtheitsskala des Parcours ganz oben stand. Zehn Säcke bunter Plastikbälle warteten darauf, durchwühlt zu werden. Je vier Warnwesten, Dreieckstücher, Verbandspäckchen und elastische Binden hatte Thomas Seibt vom DRK-Ortsverband Schmalkalden unter den Bällen versteckt. Zwei Kinder durften danach suchen – natürlich mit verbundenen Augen. Zwei andere gaben Anweisungen. Dass es deshalb an dieser Station sehr laut war, versteht sich von selbst. Überhaupt wurden die Akteure an Haltepunkten, bei denen Schnelligkeit gefragt war, überaus eifrig angefeuert. Bei den Wasserspielen ging es darum, mit Schwämmen möglichst viel Wasser über eine bestimmte Strecke zu transportieren. Ausgerungen werden mussten die Schwämme an einem Flipchart, damit das Wasser in einen darunter stehenden Eimer floss. Auch hier herrschte Stimmung. Der Übergang vom Spaß zum Ernst verlief fließend. Es gab natürlich auch Stationen, an denen Nachdenken und Handeln angesagt waren. Bei Stefanie Schmidt beispielsweise war ein Unfall am See simuliert. „Ist hier irgendwo ein Telefon“, fragte Leopold von der Grundschule aus Steinbach-Hallenberg sofort. Stefanie Schmidt simulierte die Leitstelle und Aramis setzte den Notruf perfekt ab. Danach stimmten sich die Kinder kurz ab, verteilten die Aufgaben und die Versorgung der Verunfallten begann. Grundkenntnisse wie das Anlegen von Druckverbänden oder die stabile Seitenlage spielten innerhalb des Wettbewerbes auch eine Rolle. Die Kinder waren mit Feuereifer bei der Sache und gaben ihr Bestes. „Die Erste Hilfe Station war schwer“, meinte Elias und Anton sagte: „Ich hab gedacht, da steht irgendwo ein Telefon für den Notruf.“ Insgesamt durften die Kinder an 15 Stationen Punkte sammeln. Steinbach-Hallenberg stellte mit 14 Kindern die größte Gruppe und ging mit zwei Teams in den Wettbewerb. Ähnlich Floh – hier erlebten elf Grundschüler das 12. Jugendrotkreuzcamp mit. Am Ende erwiesen sich die Mädchen und Jungen der Grundschule Floh als die Sieger. Auf den zweiten Platz bei den „Kleinen“ kamen die Miniretter des DRK-Ortsverbandes aus Schmalkalden. „Darauf sind wir ganz besonders stolz“, sagte DRK-Mitarbeiter Olf-Rüdiger Schmidt. Gemeinsam mit den Floher Kindern vertreten die Trusetaler den DRK Kreisverband Schmalkalden beim Landeswettbewerb. Die „Painkiller“ hatten bei den Größeren am besten abgeschnitten. Natürlich gehörte noch weitaus mehr zum Camp. „Also mir hat das Schlafen im Zelt am besten gefallen“, erzählte Jason. An beiden Abenden in Nüßles gab es Lagerfeuer. Ebenso hatten alle Spaß bei einer Disko mit heißer Musik. Nach dem Wettkampf standen Spiel und Spaß an. Es durfte gebastelt werden. Auch der Kinoabend kam sehr gut an. Stefanie Amborn als Vorsitzendes der Kreisleitung des Jugendrotkreuzes war mit der Beteiligung sehr zufrieden. Als Sponsoren erwiesen sich das Landratsamt und die Rhön Rennsteig Sparkasse. 30 Helfer des DRK-Kreisverbandes sowie der Ortsverbände aus Niederschmalkalden, Trusetal und Schmalkalden sorgten für einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung. Die Versorgung lief über die DRK-Speiseeinrichtung. Hier schickte Olf-Rüdiger Schmidt ein großes Dankeschön an Inge Heller. Unterstützt wurde man zudem von etlichen Eltern. Manche übernachteten gar im Camp. „Ganz wichtig ist uns das Miteinander“, resümierte Stefanie Amborn. Im Notfall sei das die Voraussetzung für eine erfolgreiche Arbeit. Natürlich würden mit dem Camp auch die Kenntnisse in Sachen Erster Hilfe gefestigt.      

Text: Annett Recknagel

8. September 2019 11:22 Uhr. Alter: 66 Tage