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Beeindruckt von ehrenamtlicher Tätigkeit

Umfassend informierte sich Christian Carius, Präsident des DRK-Landesverbandes, über die Arbeit des DRK-Kreisverbandes Schmalkalden. Dass das Deutsche Rote Kreuz als Hilfsorganisation immer und überall seinen Mann steht, ist spätestens seit der Flüchtlingsdiskussion bekannt.

Von der Vorstandsvorsitzenden des DRK-Kreisverbandes Schmalkalden, Heike Fischer, wurde Christian Carius begrüßt.

Gruppenfoto mit den Gästen Christian Carius und Mark Hauptmann.

Auch Christian Carius, der seit einem Jahr als Präsident des DRK-Landesverbandes Thüringen fungiert, weiß, dass die DRKler Herausforderungen jederzeit beherzt anpacken. „Der Staat sollte schon wahrnehmen, wie schwer die Arbeit des Deutschen Roten Kreuzes wiegt“, formulierte er während eines Arbeitsbesuches beim DRK-Kreisverband in Schmalkalden. Dorthin eingeladen hatten ihn Vorstandsvorsitzende Heike Fischer und ihr Team. Hintergrund war das Interesse des Präsidenten an der Arbeit der Kreisverbände in den Städten und Gemeinden. „Um ein besseres Gefühl für die Arbeit vor Ort zu bekommen“, meinte der Präsident. Begleitet wurde er während seines Besuches in Schmalkalden vom CDU-Landtagsabgeordneten Mark Hauptmann. In großer Runde mit Vertretern aller Arbeitsbereiche des Kreisverbandes stellten Heike Fischer und Olf-Rüdiger Schmidt die Arbeit umfassend und anschaulich dar. Ein Hauptaugenmerk freilich kam dem Ehrenamt zu. Als diesbezüglich die Zahl 410 Aktive fiel, spitzte Carius die Ohren. Hier berichteten Fischer und Schmidt über die Aufgaben von Berg- und Wasserwacht, stellten die DRK-Ortsverbände vor, schilderten die Arbeit von Jugendrotkreuz und Schulsanitätsdienst, informierten über Blutspende und KleiderLaden. Auch erfuhr Carius viel Interessantes zum Hauptamt. Beim DRK-Kreisverband Schmalkalden sind 115 Damen und Herren beschäftigt. Heike Fischer berichtete unter anderem über die DRK-Speiseneinrichtung, die Schwangerschaftsberatungsstell<wbr style="color: rgb(34, 34, 34); font-family: Calibri, sans-serif; font-size: 16px;">e, den Hausnotruf, den Schüler- und Behindertentransport und den Rettungsdienst. Letzt Genannter mache derzeit in Schmalkalden einen Generationswechsel durch. Rettungsassistenten würden nicht mehr ausgebildet – an deren Stelle treten die Notfallsanitäter. Beim Ehrenamt bemängelte man, dass bei verschiedenen Weiterbildungsmöglichkeiten auf Landesverbandsebene, für die man sich bereits jahrelang angemeldet habe, letztlich jedoch kein Kurs zustande käme. Dies treffe auf Rot-Kreuz-Aufbauseminare ebenso zu wie auf den Sanitätsdienst. Sebastian Schneider beispielsweise nimmt, um seinen Lehrschein im Sanitätsdienst zu bekommen, demnächst an einem Kurs in Hessen teil. Carius nahm dies zur Kenntnis und sprach sich für ein verbessertes Lehrgangsmanagement aus. Ebenso musste er hören, dass sich für den Ende Mai in Trusetal geplanten Landeswettkampf im Schulsanitätsdienst niemand außer den Gastgebern gemeldet habe und der Wettbewerb deshalb ausfallen werde. Unklar ist auch, wie es künftig mit der Schwangerschaftsberatungsstell<wbr style="color: rgb(34, 34, 34); font-family: Calibri, sans-serif; font-size: 16px;">e weiter geht. Hier sollen finanzielle Zuschüsse gestrichen werden. Carius versprach sich dem Problem anzunehmen. Insgesamt war er von der hohen Motivation und dem großen Engagement der DRKler im Kreisverband Schmalkalden beeindruckt. Ganz besonders aufgefallen sei ihm, dass „in allen Bereichen die Ehrenamtlichen außerordentlich gut aufgestellt seien.“ Künftig gelte es, sie bei der Stange zu halten. Und deshalb müsse man die Arbeit möglichst attraktiv gestalten. Auf die Stärkung des Ehrenamtes komme es nach wie vor an. Nach Ansicht von Carius funktioniere das nur, wenn auch ein starkes Hauptamt bestehe. Und dies sei im Kreisverband Schmalkalden der Fall. „Wir brauchen ein personelles Rückgrat von Menschen im Rettungsdienst“, merkte er weiter an. Auf der einen Seite gelte es, die hohe Qualität der Arbeit zu sichern und andererseits müsse man überlegen, wie man die Ausbildung so modularisieren könne, dass sie möglichst ansprechend bliebe und niemand dem DRK den Rücken kehre. „Die Durchhaltefähigkeit ist die Voraussetzung, dass das Rote Kreuz als Hilfseinrichtung schlagkräftig bleibt“, sagte der Präsident des Landesverbandes und an Heike Fischer gerichtet, meinte er: „Das, was sie hier leisten, ist großartig.“ Auch solle man überlegen, wo man Kräfte bündeln und als Landesverband mit den Kreisverbänden gemeinsame Projekte entwickeln könne. Erfreut nahm er weiter zur Kenntnis, dass der Kreisverband in Sachen Blutspende demnächst mit einem prominenten Gesicht für diese Aufgabe wirbt. Einig war man sich, am Zahn der Zeit zu bleiben und immer neue Ideen in die Arbeit einzubringen. (ar)

 Autor & Fotos: Annett Recknagel

23. April 2016 10:14 Uhr. Alter: 4 Jahre