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Nasser Frühjahrsputz

14 Bergwachtler aus Hohleborn waren bei Regen um die Albert-Schweitzer-Hütte im Einsatz. Grauer Himmel. Dauerregen. Kein Thema für die Bergwachtler aus Holeborn.

Holzhacken war eine Arbeit – Frank Wellhöner und Falk Ritzmann in Aktion

Jan Simon beim Säubern der Dachrinne

Uwe Thorwarth, Mike Hessemöller und Günter Wetzel beim Holzschichten

„Der Termin stand seit langen – das Wetter ist hintergründig“, meinte Bereitschaftsleiter Frank Hopf mit Blick auf die 14 Aktiven, die am Samstag an die Albert Schweitzer Hütte gekommen waren, um in deren Umfeld Ordnung zu schaffen. Einmal im Jahr steht dort solch ein Frühjahrsputz im Plan. Schließlich sollen Wanderfreunde und Radtouristen das Gelände mit Saisonbeginn in einem ansehnlichen Zustand vorfinden. Dass die Bergwachthütte mitten im Wald ein beliebtes Ausflugsziel ist, wissen die Bergwachtler. Die Sitzgelegenheiten im Umfeld laden zum Entspannen ein. Sonntags ist das Domizil immer besetzt. Gerade Radfreunde wissen das zu schätzen. Den Hüttendienst sichert die DRK-Bergwacht Hohleborn seit Jahren ab. Im Winter ist es im Hütteninneren angenehm warm. Das entsprechende Holz wurde zum Arbeitseinsatz gespalten, umgeschichtet und gelagert. Außerdem befreite man das Gelände von Wildwuchs und Laub. Dazu kamen Arbeiten am Gebäude. Unter anderem mussten die Dachrinnen von Unrat gesäubert werden. Bei Nässe von oben eine nicht unbedingt angenehme Tätigkeit. „Das ist okay“, meinte Jan Simon und kletterte auf die Leiter. Auch Senioren und langjährige Mitglieder wie Hubert Thorwarth und Günter Wetzel, der die Bergwacht Hohleborn lange Jahre leitete, halfen kräftig mit. Im Hütteninneren war Tina Streichardt-Ritzmann mit Fenster putzen beschäftigt. Auch die Gardinen strahlten nach dem Arbeitseinsatz wieder leuchtend weiß. Einzig das Rasenmähen musste verschoben werden – dafür war es einfach zu nass. Den aufmerksamen Gast fallen zudem die kleinen Becher an den Holztischen auf, die für den Unrat bestimmt sind. Auch ausreichend Papierkörbe gibt es. Die Bergwachtler sind eben auf Ordnung bedacht. Die Besucher wissen dies zu schätzen. Zur DRK-Bergwacht Hohleborn gehören derzeit insgesamt 25 Aktive. Froh ist Bereitschaftsleiter Hopf über vier Jugendliche, die zum Arbeitseinsatz auch alle mithalfen. Verständnis und Umgang im Verein funktionieren bestens – gearbeitet wird generationsübergreifend. „Die Jungen können von den Älteren viel lernen“, meint Hopf und kommt auf die Ausbildung zu sprechen, die in der Bergwacht auch regelmäßig ein Thema ist. Mit der Einweihung des Mommelstein-Radwanderwegs 2003, der direkt an der Hütte vorbei führt, kamen neue Aufgaben auf die Bergwachtler zu. Glücklicherweise gibt es übers Jahr im Streckenbereich nur wenige Unfälle. Ab und an aber müsse man Hautabschürfungen behandeln und Pflaster parat haben, so Hopf. Auch die beiden Sanitätskästen im Umfeld der Hütte werden von den Bergwachtlern regelmäßig kontrolliert und mit Verbandsmaterial aufgefüllt. Höhepunkt im Jahr ist das Sommerfest, das immer im Juli rund um die Hütte groß gefeiert wird. Dann begrüßen die Bergwachtler über den Tag verteilt jede Menge Gäste. Besonders beliebt sind die Thüringer Klöße, die im Freien noch einmal so köstlich sind. Wobei das Sommerfest insgesamt für die DRK-Bergwacht Hohleborn schon ein enormer Kraftakt ist, den sie stets aber bewältigen. Besetzt ist die Hütte auch an Feiertagen. Angenommen wird das immer sehr gut, war von den Bergwachtlern zu erfahren. Als nächster Termin steht am 5. Mai Christi Himmelfahrt im Programm. Gerade dann gibt es immer viel Bewegung entlang des Radweges. Und die angebotenen Bratwürste an der Albert-Schweizter-Hütte schmecken Wanderfreunden und Radsportlern immer wieder. (ar)

 Autor & Fotos: Annett Recknagel

23. April 2016 10:02 Uhr. Alter: 5 Jahre